Jo Lendle

Eine Art Familie



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Artikelnummer: 9783641278502
Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 30.08.2021
Kategorien: E-Books / Literatur & Unterhaltung / Romane & Erzählungen
"Es ist die Geschichte einer deutschen Familie. Zufällig meiner eigenen." Jo Lendle

Man sucht sich die Zeiten nicht aus, in die man gerät und die einen prägen. So wie Lud und Alma. Lud, 1899 geboren, und sein Bruder Wilhelm verehren Bach und Hölderlin und teilen dieselben unerreichbaren Ideale. Wilhelm, der früh in die nationalsozialistische Partei eintritt, misst andere daran, Lud sich selbst, was ihn ein Leben lang mit sich hadern lässt. Alma hat ihre Eltern schon als Kind verloren. Ihr Patenonkel Lud, wenig älter als sie selbst, und seine Haushälterin werden ihr eine Art Familie werden. Als Professor für Pharmakologie erforscht Lud den Schlaf und die Frage, wie man ihn erzeugen kann. Während er die Tage an der Universität verbringt, kann Alma zu Hause nicht aufhören, an ihn zu denken. Als er beginnt, Giftgas zu erforschen, erzählt er ihr nichts davon. Sein Ringen mit den hehren Idealen wird verzweifelter. Denn da ist auch noch Gerhard, an dessen Seite er im Ersten Weltkrieg kämpfte, den er nicht aus seinem Kopf bekommt.

Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus und die junge DDR bis in die Bundesrepublik der Nachkriegszeit führt Jo Lendles raffiniert erzählter Roman über das Zerbrechen einer Familie, über Schuld, über Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Welt und die feinen Unterschiede zwischen Schlaf, Narkose und Tod. Es ist die Geschichte einer deutschen Familie – zufällig seiner eigenen. https://www.randomhouse.de/book/edition.rhd?isbn=9783641278502

"Die Politik und die Zeitläufe spielen durchaus eine Rolle in diesem klugen, breitgefächerten Roman voller Poesie mit wunderbaren Sätzen. ... Lendle hat ein wunderschönes Erinnerungsbuch über seinen bizarren, klugen Großonkel geschrieben."
Kölner Stadt-Anzeiger, Elke Heidenreich
"Eine dichte und kunstvoll erzählte Familiengeschichte, mit feinem Witz und behutsamer Beobachtung."
MDR KULTUR Café, Katrin Schumacher
"Ein wunderbar empfindsamer, elegant und lakonisch geschriebener Roman, dessen dezente Personenzeichnung der Leserschaft viel Gedankenfreiheit lässt. Hier wird deutsche Geschichte par excellence verhandelt – in jeglicher Hinsicht."
Die Rheinpfalz, Gabriele Weingartner
"Von den vielen Arten, einander zu wärmen, sogar im eisigen Wind des über lange Zeit brutalen 20. Jahrhunderts. Von der ungeheuren Kraft, die Verbundenheit schafft. Von Schuld und Vergebung. Und von den Chancen, Verlockungen, aber auch den Fallgruben der Geschichte. Es ist die seiner eigenen Familie."
Welt am Sonntag, Barbara Weitzel
"Sehr lesenswert - Jo Lendle gelingt mit Detailwissen, Humor und philosophischer Reflexion eine wahrhafte Fiktion über eine ganze Epoche."
WDR 5 Bücher, Bettina Hesse
"Es ist ein ganz eigenwilliger Roman. Lendles Sprache ist transparent, fließt, trägt einen mühelos vorwärts, ist dabei oft durchatmet von einem leisen, menschennahen Humor. Ein Roman über persönlich Menschliches, über Geschichte, Politik und Wissenschaft ohne jede akademische Schwere – eine Erzählung, die sich das Nachdenken über das Leben erlaubt. Wenn man das Buch zuschlägt, hat man es noch lange nicht zu Ende gelesen."
Münchner Merkur, Malve Gradinger
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