Matthias Jügler

Die Verlassenen

Roman

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Artikelnummer: 9783641266585
Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 01.03.2021
Kategorien: E-Books / Literatur & Unterhaltung / Romane & Erzählungen
Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern

Was würde man lieber vergessen, wenn man könnte? Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Ein melancholischer Eigenbrötler, der sich in einer stillen Existenz eingerichtet hat. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt – adressiert an seinen Vater und abgeschickt nur wenige Tage, bevor dieser den Sohn wortlos verlassen hatte –, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben.

In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.
Ausgezeichnet mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur 2022 des Landes Sachsen-Anhalt für das literarische Gesamtwerk

https://www.randomhouse.de/book/edition.rhd?isbn=9783641266585

"Es beeindruckt nachhaltig, wie Matthias Jügler diese Geschichte ebenso konzise und unaufgeregt wie gleichermaßen eindrücklich und eindringlich zu erzählen versteht."
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wiebke Porombka
"Dieser Roman hat mich vom ersten Satz an gepackt [...] und bis zum letzten Satz auch nicht mehr losgelassen. [...] Das ist wirklich ganz große Kunst auf ziemlich kleinem Raum, mit sehr klug eingesetzten erzählerischen Mitteln. Also für mich war das wirklich eine der größten Entdeckungen dieses Jahr."
hr2 kultur, Alf Mentzer
"Matthias Jügler erzählt auf sehr zurückhaltende, feinsinnige Art eine berührende Geschichte um Freundschaft und Verrat und die kleinen Momente, die ein ganzes Leben zerstören können. [...] ›Die Verlassenen‹ ist ein Drama, das mit seinen eindringlichen Bildern ganz unaufgeregt daherkommt und einen gerade deswegen tief bewegen wird."
SWR2 Literatur, Leonie Berger
"Subtil lotet Jügler die Vielschichtigkeit der Erinnerung aus, und gerade das macht den Roman so besonders unter den zahlreichen Büchern, die von Kindheiten in der DDR erzählen. ... Dass die Geschichte anrührend erzählt, aber niemals rührselig ist, macht ihre Stärke aus."
Der Tagesspiegel, Franziska Wolffheim
"›Die Verlassenen‹ erscheint als ein berückendes, als ein tiefschwarzes Zeugnis ostdeutscher Erinnerungskultur und darin als eines der besten Bücher dieses Literaturfrühlings."
Deutschlandfunk, Büchermarkt, Jan Drees
"Ein Roman, der seine inhaltliche Wucht mit einer Unaufgeregtheit entfaltet, die diese Wucht gleichsam steigert, ohne sie auszustellen. [...] In seiner Kühle erinnert Jügler an skandinavische Erzähler. Seine Genauigkeit im Sozialen übersieht nichts. Es ist diese Genauigkeit, die den Roman für jeden Leser anschlussfähig macht. [...] Was Jügler bietet, ist ein Gesellschaftsroman, ein Road-Movie, ein Halle-Buch – und eine unaufdringliche Art von sozialer Parabel. Der Titel ›Die Verlassenen‹, der einen wichtigen Aspekt der DDR-Gesellschaft erfasst, könnte sprichwörtlich werden. [...] Ein erstaunlicher, anrührender, von jedweder Ost-Propaganda gleichweit entfernter Roman."
Mitteldeutsche Zeitung, Christian Eger
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