Martin Stadtfeld

Bach: Klavierkonzerte



CD Longplay


Artikelnummer: 82876804282
Sony Music
Erscheinungstermin: 18.05.2007
Kategorien: Musik / Klassik / Soloinstrument mit Orchester
Als Martin Stadtfeld 2003 sein Debüt bei Sony Classical mit Bachs "Goldberg-Variationen" vorlegte, waren die Reaktionen überschwänglich und der heute 25-jährige Koblenzer stürmte mit dieser CD auf Anhieb an die Spitze der deutschen Klassik-Charts. Nach weiteren erfolgreichen CDs mit Werken von Bach, Schumann und Mozart widmet sich Martin Stadtfeld auf dieser CD dem Konzert-Komponisten Bach. Die drei Konzerte für Klavier und Orchester d-moll (BWV 1052), E-Dur (BWV 1053) und f-moll (1056) hat Stadtfeld gemeinsam mit den Festival Strings Lucerne unter deren Chefdirigent Achim Fiedler eingespielt, kurz nachdem er gemeinsam mit dem Orchester und diesen Werken auf Konzert-Tournee war. Und deshalb klingt das Ergebnis dieser Aufnahme auch "wie aus einem Guss". Martin Stadtfeld zaubert gemeinsam mit dem Orchester und dem Dirigenten einen neuen, sensationell frischen Klang für die Konzerte, das Ergebnis ist ein Bach, dessen Dynamik und Frische begeistert, ohne gerade in den langsamen Sätzen an Besinnlichkeit zu verlieren. Reizvoll kombiniert hat Martin Stadtfeld die drei Konzerte mit zwei ausgewählten Solostücken von Bach, dem Präludium und Fuge es-Moll und b-Moll aus dem ersten Teil des "Wohltemperierten Klaviers", die belegen, welch intime Strenge und Kunstfertigkeit Bach dem Solo-Cembalo anvertraute. Gleich nach ihrem Erscheinen wurde die CD mit großem Lob bedacht: Audio: "Martin Stadtfeld sollte einmal als zweiter Glenn Gould Furore machen. Vier Alben später nun hat er ein eigenes Profil. Sein neuer Bach-Sampler swingt - einen derart quirlig perlenden, absolut transparenten Bach wie im Allegro des Konzerts d-Moll BWV 1052 hat man selten gehört. Auch in den langsamen Sätzen überzeugt der 26-Jährige." Musik: ***** Klang: **** Fono Forum: "Sein Credo "Wenn man Spaß daran hat, das zu spielen, dann sprudelt die Fantasie" hat Stadtfeld in dieser Aufnahme insgesamt überzeugend umgesetzt Er beherrscht eine glasklare Artikulation und hält mit kleinen dynamischen Rückungen die Spannung aufrecht. Die Basstöne kullern deutlich hörbar, nie derb oder bedrohlich, nie zu nett... Die Festival Strings Lucerne klingen etwas stählern, aber sehr homogen und wunderbar aufeinander abgestimmt. Die Präludien und Fugen wirken wie Kontrapunkte: innig, pianolastig und geheimnisschwanger. Es ist ein subtil verwobenes, verträumtes, bisweilen romantisch angehauchtes Bach-Spiel... Das klingt nie zu analytisch, sondern immer auch poetisch." Musik und Klang: **** "Noch immer ist es Stadtfelds Anschlag, der mächtig beeindruckt: Ohne dass es manisch wirkte oder die Brillanz beeinträchtigte, scheint die Kontrolle hundertprozentig zu sein. So entsteht eine gleichzeitig hyperwache wie auch fast traumwandlerisch anmutende Interpretation. Und wo fast nur noch ein Hauch von Orchester herüberweht, also im Largo des f-Moll-Konzerts, wirkt Stadtfeld, als kapsele er sich ein in einen Kokon, einsam von absoluter Schönheit träumend." ( Die Zeit, 28.9.2006 )
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